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Naturpark


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Naturpark Hessischer Spessart

Unfern der Rhein-Main-Metropole lockt der Naturpark Hessischer Spessart mit einer abwechslungsreichen Naturlandschaft. Der Name Spessart leitet sich aus Specht und Hardt „Bergwald“ her, also „Spechtswald“. So ist der Schwarzspecht auch das Symbolbild der weiten Buchenwaldlandschaft. Die nördlichen Ausläufer des großen Waldgebirges bieten herrliche Aussichten aus dem tiefen Spessartwald in das Kinzigtal. Mit seinen Kämmen und Wiesentälern, geprägt von sich öffnenden Landschaften, liegt der Naturpark im Übergang vom belebten Kinzigtal in eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. Zusammen mit dem bayerischen Spessart bildet er das „Land der bunten Wälder“.
Bereits in der Jungsteinzeit war der Spessart besiedelt. Reste von Fliehburgen und Ringwällen sind Hinterlassenschaften der Kelten. Seit dem Mittelalter ist der Spessart Teil europäischer Handelsströme.
Vom dichten Blätterdach gekrönt, macht der alte Eichenbestand dem Spessart alle Ehre. Die urwüchsigen Methusalem-Bäume wurden vor langer Zeit ausgesucht, um uralt zu werden.
Die erlebnisreichen Wälder sind den Jagdleidenschaften deutscher Kaiser und Erzbischöfe zu verdanken. Es wurden Siedlungsgründungen unterbunden und Rodungen des Waldes verhindert. Erst in der Zeit der Glasherstellung und Salzsiederei wurde der Wald zurückgedrängt. Insbesondere entlang der West-Ost-Verbindung, der Birkenhainer Straße, entstanden durch die Ansiedlung von Glashütten die typischen von Wald umgebenen Spessartdörfer.
Die nährstoffarmen Böden machten eine Wiederaufforstung schwierig. Genügsame Baumarten wie Kiefer, Lärche und Fichte sind deswegen bis heute der Grund für die bunte Erscheinung des Spessartwaldes, in dem die unbeugsame Buche nur langsam verloren gegangenes Terrain zurück erobert.
Wiesen und Weiden bereichern die Waldlandschaft. Berühmt sind die Orchideenvorkommen der Kalk-Magerrasen und die Schachblumen der Auenwiesen – dort wo die Kinzig entspringt. Der Fluss öffnet die Landschaft. Im weiten Tal sind die Böden fruchtbar – fruchtbar genug für Wiesen und Ackerland.
Kulturelle Attraktionen kommen immerzu ins Blickfeld und machen den hessischen Spessart, mit den nahe gelegenen, einladenden Städten von historischem und baulichem Rang, zur Natur- und Kulturdestination. Statt der alten Handelsrouten gibt es heute Apfelwein- und Obstwiesenrouten sowie zahlreiche Wanderwege. Gelnhausen, Steinau an der Straße, Schlüchtern und die prominenten Kurstädte Bad Orb und Bad Soden-Salmünster, tragen zur Beliebtheit des Naherholungsgebietes bei und ziehen den Genussmenschen ins Kinzigtal. Der Spessartbogen bietet den Glückssuchern einen Weg zu den ganz besonderen, unvergesslichen Momenten – eine Mischung aus Natur- und Kulturgenuss.

Internetseite des Naturpark Hessischer Spessart

Rebecca Brozio, Freiwilliges Ökologisches Jahr und Felix Koblitzek, Bundesfreiwilligendienst, haben ein Video über Ihre Arbeit beim Naturpark gemacht. Der Film gibt interessante Einblicke hinter die Kulissen des Spessartbogens.