| | |


Spessartbogen


Zum Inhalt

Verlauf

Glückssuche – Schritt für Schritt

Ob von Langenselbold oder Schlüchtern – der Wanderer schlägt den Bogen ganz nach Belieben. Je nach Temperament und Gemüt sind die Schritte kurz oder lang. Der Spessartbogen kann in mehreren Tagestouren erwandert werden. Die vier Abschnitte sind Anregung und Empfehlung zugleich. Hol- und Bringdienste der Gastgeber sind gewährleistet, öffentliche Verkehrsmittel bringen die Wanderer an mögliche Zielorte.
Unbekümmert können Wanderer von den verschiedenen Parkplätzen entlang des Weges aufbrechen oder von den Bahnhöfen in Langenselbold, Wächtersbach, Bad Soden-Salmünster und Schlüchtern über die gekennzeichneten Zubringerwege zum Spessartbogen gelangen. Weitere Zubringerwege sind von Rodenbach-Niederrodenbach, Biebergemünd-Roßbach, Wiesbüttsee, Jossgrund-Lettgenbrunn, Wegscheide, Marjoß und Sinntal-Jossa ausgeschildert. Nach den erlebnisreichen Abschnitten finden Wanderer Unterkunft bei Qualitätsgastgebern, die sie auch aus weiter Entfernung zu ihrer Unterkunft bringen. Das Angebot regionaler Gerichte und ein Lunchpaket für den nächsten Wandertag sind für den Qualitätsgastgeber Verpflichtung. Wer möchte, kann Naturerlebnis und kulturelle Annehmlichkeit erstklassig verknüpfen.

Der Spessartbogen ist ein Garant für Wanderglück
– für unvergessliche Momente.



Herrliche Landschaftsblicke

von Langenselbold nach Freigericht-Horbach (18,8 km)

Unvermittelt geht es vom Kinzigtal in den Spessartwald hinein, zum steinernen Aussichtsturm am Buchberg – eine grandiose Einstimmung in die Waldlandschaft. Aus dem Wald steuert die alte Birkenhainer Straße durch traditionelle Kulturlandschaft, entlang aussichtsreicher Waldränder, zur herrlichen Panoramaschau auf der Heiligenhöhe. Vorbei am Hof Trages mit Schloss und Park, dessen reizvolle Umgebung schon den Schriftsteller Brentano zum Schreiben und Dichten beflügelte.
Der „Aussichtsturm Fernblick“ lädt zur Rast mit großartigen Perspektiven. Weiter geht es durch den stillen Wald, bis der Weg den Blick auf Omersbach freigibt, um in Frohnbügel sogleich wieder in den Wald einzutauchen. Nach Verlassen der Höhe wird auf alten Hohlwegen durch tief eingeschnittene Bachtäler, die sich in das romantische Wiesental des Näßlichbaches ergießen, hinabgewandert. Vorbei am verträumten Gondelteich, in dem sich der umgebende Wald spiegelt. Ein Abstecher zur nahegelegenen Horbacher Kneippanlage lohnt sich allemal.


Spannende Entdeckungen

von Freigericht-Horbach nach Bad Orb (27,4 km)

Das feuchte Wiesental des Näßlichbaches lotst zur berühmten Mariengrotte. Von dort aus in den Wald, der von der Rodungsinsel Waldrode mit einmaliger Fernsicht unterbrochen wird. Über die Breitenborner Höhe nimmt der Spessartbogen den Wechsel von Dickicht und Wiesen, bis die sonnigen Waldränder erneut in die Stille einbiegen. Mit dem Abstieg vom Kamm werden die blütenreichen Auwiesen des Lützelbachtales erreicht, die in das Tal der Bieber führen. Nach kurzer Berührung von Kassel geht es durch den idyllischen Kasselgrund auf die Höhe des Hubertusberges. Noch von der Aussicht am Bieberhang und dem naturnahen Bachtal durchdrungen, kündigt sich von der Aussichtspromenade am Molkenberg die Kurstadt Bad Orb an. Über Wiesen, vorbei an mächtigen Hutebäumen und reichen Hecken, leitet der Weg durch das Stadttor in die malerische Fachwerk-Altstadt des bedeutenden hessischen Heilbades.

Unvergessliche Momente

von Bad Orb nach Mernes/Marjoß/Jossa (11,2 km/20,4km/27,8 km)

Kaum liegt Bad Orb hinter dem Wanderer, empfangen ihn rotschimmernde Felswände eines erhaltenen Sandsteinbruches. Hartnäckig lässt der Spessartbogen kein Naturereignis aus. Folgt der kristallklaren Hasel im romantischen Wiesental zwischen bewaldeten Talhängen zur Haselruhe. Führt um den 500 Meter hohen Markberg auf moosig, erdigen Pfaden am waldspiegelnden Sölchesweiher vorbei. Äste knorriger, moosbehangener Eichen recken sich weit über den Weiher − spiegeln sich gebrochen im sumpfigen Nass wider. Begleitet von bizarren Baumgestalten bahnt sich d er Wanderer auf einem engen Hohlweg seinen Pfad durch den tiefen Spessartwald. Von feuchter Auenlandschaft begleitet, quert der Spessartbogen das Tal der Jossa, bis die in neuem Glanz strahlende Kirche von Mernes in Greifweite ist.


Zeit zum Träumen

von Mernes/Marjoß/Jossa nach Schlüchtern (32 km/22,8 km/27,4 km)

Beim Start der nächsten Wandertour in Mernes begleiten den Wanderer abwechslungsreiche Hecken und Gehölze bis zum Aufstieg auf den „Stacken“. Eine Heide mit skurrilen Wacholdergestalten belohnt den Wanderer, bevor es weiter auf aussichtsreichen Hangpassagen rund um Marjoß geht. Den Spuren des Bibers wird entlang des sprudelnden Rohrbaches gefolgt, nachdem der Spessartbogen das malerische Jossatal verlassen hat. Die alte Weinstraße ist kaum gequert, da zeigt sich der Übergang vom Sandsteinspessart in das Schlüchterner Becken, bis sich der Wald für eine bewegte Kulturlandschaft öffnet − es ist der „Bergwinkel“ mit eindrucksvollen Formationen aus Muschelkalk. Im schnellen Wechsel von Wiesen mit alten Ackerterrassen steuert der Spessartbogen auf das Kinzigtal zu. Streift das Wolfswäldchen mit Rhönblick. Folgt der steinigen Schlucht des Ahlersbaches, bis der bizarre Wildtisch erreicht ist. Die Bergwinkelmetropole Schlüchtern, einziger Luftkurort im Main-Kinzig-Kreis, ist nah, wenn der Wanderer den alten Weinberg bei Hohenzell streift.